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TikTok Video-Größe und -Länge: Der komplette Specs-Guide
Auflösung, Seitenverhältnis, Dateigröße, Formate und maximale Länge — die wichtigen Specs, plus die Safe Zones, damit die Oberfläche deinen Content nicht verdeckt.

Die Specs auf einen Blick
TikTok ist auf ein vertikales Vollbild ausgelegt. Alles Weitere ergibt sich daraus, und die wichtigste Entscheidung ist, überhaupt vertikal zu filmen.
- Seitenverhältnis: 9:16 vertikal (1:1 und 16:9 werden zwar hochgeladen, aber mit Balken versehen)
- Auflösung: 1080 × 1920 ist das sinnvolle Ziel
- Formate: MP4 und MOV sind am sichersten; Android nimmt auch WebM
- Maximale Länge: bis zu 10 Minuten in der App aufgenommen, längere Uploads in manchen Regionen möglich
- Minimale Länge: 3 Sekunden
- Dateigröße: etwa 287 MB auf iOS und 72 MB auf Android
Warum 1080 × 1920 und nicht höher
TikTok kodiert alles, was du hochlädst, neu. Wenn du in 4K filmst, bekommst du auf der Plattform kein 4K-Video, sondern eine komprimierte Version, die länger zum Hochladen braucht. Wenn du direkt in 1080 × 1920 lieferst, arbeitet der Kompressor mit Material, das schon dem Ziel entspricht — das übersteht die Komprimierung meist besser als stark heruntergerechnete Dateien.
Wo sich die Qualität der Quelle bemerkbar macht, ist bei Bewegung und wenig Licht. Kompression hat am meisten Probleme mit Bildrauschen und schnellen Bewegungen, deshalb sieht ein sauberes, gut ausgeleuchtetes 1080p-Video nach dem Encoding meist besser aus als ein verrauschtes 4K-Video.
Die Safe Zone, die niemand beachtet
Das Bild ist zwar vollflächig, aber ein großer Teil wird von der Oberfläche überdeckt. Am rechten Rand sind Like-, Kommentar-, Teilen- und Profil-Buttons. Unten sind Caption, Username und der Audio-Ticker. Auf manchen Geräten ist oben die Statusleiste und die For You / Following-Tabs teilweise im Weg.
Praktisch heißt das: Alles, was lesbar sein muss — Texteinblendungen, Gesichter, Produktdetails — sollte in einer zentralen Spalte bleiben, fern vom rechten Sechstel und dem unteren Fünftel des Bildes. Das ist der häufigste vermeidbare Produktionsfehler und fällt beim Schneiden am Desktop überhaupt nicht auf.

Wie lang sollte ein Video wirklich sein?
Das Maximum ist nicht das Ziel. Weil die Abschlussrate einer der stärksten Verteilungsfaktoren ist, ist Länge immer ein Kompromiss: Längere Videos bringen mehr gesamte Watchtime, wenn sie funktionieren, aber verlieren Zuschauer schneller, wenn nicht.
Die Faustregel: Das Video sollte genau so lang sein wie seine Idee. Schneide so lange, bis eine weitere Sekunde weniger etwas entfernen würde, das die Zuschauer wirklich sehen wollen — dann hör auf. Die meisten Creator schneiden schon vorher zu viel.
Sehr kurze Videos haben ihre eigene Falle. Ein Drei-Sekunden-Clip ist leicht komplett anzusehen, aber Abschlüsse von extrem kurzen Videos zählen weniger als längeres, durchgehendes Zuschauen. Und ein Loop, den niemand freiwillig nochmal schaut, ist kein echter Erfolg, auch wenn es in den Analytics gut aussieht.
Cover-Bilder und Thumbnails
Dein Cover ist das, was Leute im Profilraster sehen — und dieses Raster entscheidet wirklich, ob Besucher nach einem Video folgen oder nicht. Einfach irgendeinen Frame zu nehmen, verschenkt diese Chance.
Covers sind im Raster quasi quadratisch, werden auf der Videoseite aber höher angezeigt. Halte den wichtigen Inhalt also zentriert. Text auf dem Cover sollte so kurz sein, dass man ihn auch im kleinen Raster lesen kann — das ist kleiner, als es beim Einstellen wirkt.

Häufige Upload-Probleme
Wenn ein Upload fehlschlägt oder die Qualität deutlich schlechter wird, liegt es meist an einem der folgenden Punkte.
- Datei ist zu groß — exportiere mit niedrigerer Bitrate statt niedrigerer Auflösung
- Nicht unterstützter Codec — exportiere als H.264 MP4, das wird überall akzeptiert
- Upload über eine schwache Verbindung, was eine stärkere Neukodierung auslösen kann
- Variable Framerate durch Screenrecordings; exportiere mit konstanter 30 oder 60fps
- Nicht-vertikale Quelle, wird mit Balken versehen und verschenkt den Großteil des Bildes